Demenz-Test

Kennen Sie diese Situationen?

Ein lieber Angehöriger oder Bekannter wird über die Maßen vergesslich, verlegt häufig Gegenstände und es fällt ihm zunehmend schwer, sich zu konzentrieren. Auch fallen ihm mitunter Wörter für alltägliche Dinge nicht mehr ein oder er kann sich in fremder Umgebung immer schlechter orientieren.
All dies können Anzeichen einer beginnenden Demenz sein, sie können aber auch andere Ursachen haben.

Je früher die Krankheit Demenz diagnostiziert wird, umso besser kann man sie ggf. behandeln und begleiten und umso länger bleibt die Lebensqualität für Betroffene und Angehörige erhalten. Zwar ist Demenz derzeit nicht heilbar, aber durch konsequente Therapie auf verschiedenen Ebenen kann der Krankheitsverlauf verzögert werden. Daher ist es sinnvoll, erste Anzeichen zu erkennen und ernst zu nehmen.

Der nachfolgende Test wurde vom der Alzheimer’s Disease and Related Disorders Association www.alz.org entwickelt und soll Angehörigen helfen, mögliche Anzeichen früh zu erkennen.

Der Test kann nur ein Ausgangspunkt für eine umfassende Diagnose sein, welche durch z.B. die Gedächtnissprechstunde in vielen Hamburger Krankenhäusern angeboten wird.

1. Gedächtnisverlust. Eines der häufigsten Anzeichen von Demenz, insbesondere im frühen Stadium, ist das Vergessen kürzlich gelernter oder erlebter Informationen. Während es normal ist, hin und wieder Termine, Namen oder Telefonnummern zu vergessen, vergessen Personen mit Demenz diese wesentlich häufiger und können sich auch später nicht mehr daran erinnern.

2. Schwierigkeit bei der Durchführung bekannter Aufgaben. Menschen mit Demenz fällt es oft schwer, bisher vertraute, alltägliche Aufgaben, über welche wir normalerweise nicht nachdenken, umzusetzen. Eine Person mit Demenz vergisst dann möglicherweise z.B. die Schritte zur Vorbereitung einer Mahlzeit, die Handhabung eines Haushaltsgerätes oder die Umsetzung eines lebenslangen Hobbies.

3. Probleme mit der Sprache. Wir haben alle manchmal Probleme das richtige Wort zu finden.
Person mit Demenz vergessen jedoch teilweise einfache Worte oder ersetzen diese durch ungewöhnliche Worte/Wortverbindungen. Dann fällt es uns schwer, sie zu verstehen. Oft werden Gegenstände auch umschrieben, z.B. für Zahnbürste das „Ding für den Mund".

4. Desorientierung zu Zeit und Ort. Es kann vorkommen, dass wir den Wochentag vergessen oder nicht genau wissen, wo wir sind. Menschen mit Demenz können jedoch sogar in der eigenen Straße verlorengehen, da sie manchmal nicht mehr wissen, wo sie sind, wie sie dorthin gekommen sind und/oder wie sie zurückfinden.

5. Schlechtes oder verringertes Urteilsvermögen. Niemand hat allzeit eine perfekte Beurteilung der Situation. Demenziell veränderte Menschen sind jedoch häufiger von Fehlurteilen betroffen. So können Sie sich z.B. an kalten Tagen nur leicht bekleiden mit einem T-Shirt oder an warmen Tagen mit Winterkleidung. Personen mit einer Demenz zeigen zudem oft Fehleinschätzungen zum Wert von Geld z.B. für Reparaturen zu Hause oder für bestellbare Produkte, die sie nicht brauchen.

6. Probleme mit dem abstrakten Denken. Menschen mit Demenz fällt es ggf. schwer einfache Rechenaufgaben zu lösen. Dies zeigt sich z.B. beim Einkaufen, der Erkrankte ist sich nicht sicher, ob das Wechselgeld stimmt, kann es aber nicht nachrechnen.

7. Verlegen von Dingen. Wir alle haben schon eine Geldbörse oder einen Schlüssel vorübergehend verlegt. Eine Person mit Demenz verlegt die Dinge jedoch häufig an sehr ungewöhnlichen Orten z.B. das Bügeleisen im Kühlschrank oder die Armbanduhr in die Zuckerdose.

8. Auffallende Stimmungsschwankungen. Je nach Tagesform können wir alle mal besonders traurig oder besonders launisch sein. Bei Menschen mit Demenz kommt es jedoch häufiger zu schnellen Stimmungsschwankungen vom Moment der Ruhe zu Tränen oder gar Wut, ohne für Außenstehende ersichtlichen Grund.

9. Änderungen in der Persönlichkeit. Die Persönlichkeit von Menschen kann sich mit dem Alter verändern. Jedoch sind diese Persönlichkeitsveränderungen bei Personen mit Demenz mitunter extrem in kurzer Zeit. Sie können verwirrt, auffallend misstrauisch oder ängstlich werden. Dies geschieht häufig in Abhängigkeit von der kommunizierenden Person.

10. Der Verlust der Initiative. Es ist normal, dass wir manchmal zu müde sind für die Hausarbeit, die Arbeit oder soziale Verpflichtungen. Personen mit Demenz können jedoch sehr passiv werden, dann sitzen sie vielleicht häufiger stundenlang vor dem Fernseher, schlafen sehr deutlich länger als üblich oder wollen an bisher üblichen Aktivitäten nicht teilhaben.

Sollten Sie mehrere dieser Anzeigen bei einem Familienangehörigen oder Freund feststellen, ist es ratsam einen Experten zu konsultieren.

Sollten Sie eine Entlastung benötigen, können wir von Hamburg Care zuhause leben Sie selbstverständlich unterstützen.
Die Betreuung von demenziell-veränderten Menschen ist eine zentrale Leistung unseres Unternehmens und wir verfügen über gut ausgebildete Mitarbeiter.
Auch für eine kostenfreie Beratung können Sie uns gerne kontaktieren.